Noch recht angeschlagen nach Tafi de Valle kamen wir dann in Cafayate an. Dort wurden wir am Busterminal gleich von diversen Hostelmitarbeitern belagert und hatten in unserem Zustand gar keine Nerven uns mit Ihnen auseinanderzusetzen. Vor allem ich nicht! Claudio hat dann doch das Rennen gemacht, in dem er uns erst mal einen Coca-Tee angeboten hat und wir uns erst ein bisschen ausruhen konnten, bevor wir uns entscheiden mussten. Sehr clever đ Wir haben dann im schoenen Garten des kleinen Hostels unser Zelt aufgeschlagen und wurden von Claudio wieder aufgepeppelt, der das wohl schon von anderen Touris kannte. Abends sind wir dann mit ihm und Fabian aus Hamburg, der auch im Hostel gewohnt hat, etwas essen gegangen (Ja, wir hatten sogar wieder Hunger!) und dann noch in ein paar Bars, wobei wir aber lieber bei Wasser und Cola geblieben sind (untypisch fuer uns).

Am naechsten Morgen wurden wir fruh von der Sonne geweckt. Wir hatten unser Zelt zwar schoen unter Weinreben positioniert, dennoch knallte die Sonne ziemlich drauf, so dass wir unseren Schlaf dann in den Haengematten fortgesetzt haben. Das war aber ziemlich gemuetlich! Eine Haengematte kommt in jeden Fall auf meine Wunschliste! Dann haben wir schoen gefruehstueckt und uns gleich einen Guide fuer eine Bergwanderung organisiert. Nachmittags ging es los zusammen mit Fabian und unserem Guide Nico, der viel in den Bergen unterwegs ist . Anfangs ging es schon gleich mit einer kurzen Kletterpartie los und auch den Rest des Weges ging es ueber Felsen, Fluesse und Steine. Da war ich mal wieder ueber meine Schuhe froh, die ja auch fuer leichtes Klettern geeignet sind, was dem ziemlich nah kam. Zum Teil war es auch ziemlich hoch und meine Kletterkuenste wurden beansprucht. Doch die Muehe wurde belohnt und so besichtigten wir mehrere Wasserfaelle, die wir ohne unseren Guide nie gefunden haetten. Wobei er uns auf halben Weg auch eroeffnete, dass er den Weg nicht ganz genau kennt und er sich an bestimmten Dingen orientiert. Naja… Unter dem letzten Wasserfall konnte man dann sogar duschen! Nico hatte auch ein tolles Auge fuer Tiere und Planzen. Er hat uns viel erklaert und wir haben einen Energiestein von ihm bekommen…hihi! Den haben wir auch gebraucht! Nach mindestens vier Stunden Klettertour ging es dann wieder zum Hostel. Ein Wort: Feddisch! Natuerlich war abends dann wieder Ausgehzeit, diesmal auch mit Bier.



Am naechsten Tag haben wir dann unseren Muskelkater auskuriert und nicht viel unternommen. Abends wurden Empanadas bestellt (ich glaub fast mein Lieblingsessen hier, ich habe aber noch nicht herausgefunden, wie man den Teig macht) und Chi Chi (nicht sein richtiger Name…hat wohl irgendwas damit zu tun, dass er bis zum vierten Lebensjahr von seiner Mutter gestilt wurde), der Besitzer des Hostels, hat dann die Gitarre ausgepackt und so wurde bis morgens frueh gesungen, gelacht und spaeter noch getanzt.

Ein anderes Highlight fuer mich war, dass es endlich mal guten Kaese gab. Hier schmeckt der Kaese naemlich immer gleich, nach nichts! Aber in Cafayate gab es eine Ziegenkaeserei oder wie auch immer und somit haben wir leckeren geraeucherten Ziegenkaese gegessen. Und natuerlich Wein getrunken, denn Cafayate ist eines der Weinmekka in Argentinien. Mhhhhh…
tucuman n/a n/a