Torres del Paine…ein absolutes Highlight! Das sehen meine Beine allerdings anders!
Endlich in Puerto Natales angekommen, begann dann auch bei uns der „Weihnachtsstress“. Fuer Heiligabend wollten wir das suesste und gemuetlichste Hostel mit moeglichst professioneller Kueche und vielen netten Leuten ausfindig machen und haben darum erstmal das halbe Dorf abgeklappert bis wir uns endlich entscheiden konnten.
Am 24.12 haben wir dann angefangen unsere Tour im Nationalpark Torres del Paine vorzubereiten und dabei noch ein schoeneres Hostel entdeckt. Also schnell noch mal umziehen, dicken Weihnachtseinkauf taetigen, dann auch fix zum Skype-Date mit der Familie, nachmittags einen leckeren Pan de Pascua mit heisser Schokolade verdruecken, kleinen Weihnachtspaziergang am Meer und dann wird es gemuetlich (Yvi’s Zitat nach „Weihnachten bei Hoppenstedts“ 😉 )

Wo ist der Hund?


Es gab dann viel Wein und leckere Wraps gefuellt mit Rind, Sprossen, Boehnchen und Paprika. Yummi! Im Hostel hatten sich auch noch andere nette Menschen zum Weihnachtsschmaus eingefunden und so hatten wir einen tollen Abend, sogar mit Geschenken :o)
Am naechsten Morgen ging es dann frueh los: Mit gepackten Sachen und Fruehstueck im Bauch wurden wir vom Bus aufgegabelt. Im Nationalpark angekommen sind wir dann los gewandert. Die Wege im Park sind gut ausgeschildert, so dass man keine gefuehrte Tour buchen muss, sondern auf eigene Faust losziehen kann. Zuerst ging es noch gemuetlich an einem Fluesschen entlang, aber dann auch bald schon recht steil bergauf. Nach ungefaher 2,5 Stunden sind wir dann bei unserer ersten Herberge angekommen. Zelt aufgebaut, Gepaeck abgelegt, kurz verschnauft und dann ging es weiter den Berg hoch, ueber Geroellfelder und durch Waeldchen. Meine Beine haben sich bedankt, aber es hat sich gelohnt! Oben angekommen bot sich uns ein wunderschoener Ausblick auf die Torres (=Tuerme), die dem Park ihren Namen geben. Herrlich! Um sieben Uhr waren wir dann wieder zurueck am Campingplatz und sind nach einer Dusche und dem Abendessen muede ins Bett oder eher ins Zelt gefallen!



Am naechsten Morgen sind wir frueh um sechs aufgestanden, haben alles eingepackt und uns auf den Weg ins naechste Camp gemacht. Diesmal waren wir 5 Stunden mit unseren Rucksaecken auf dem Ruecken unterwegs und es ging ueber kleine Trampelpfade am See entlang mit hohen schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Im “Campamento Italiano” war das campen zwar umsonst, aber es gab dafuer auch eigentlich nichts ausser Stellplaetze und einen Fluss nebendran…alles was man braucht! Auch unseren Muell inklusive dem benutzten Toilettenpapier mussten wir wieder mitnehmen. Dann sind wir noch ein bisschen im French Valley rumgestiefelt, aber haben es diesmal nur bis zum ersten Mirador geschafft und sind umgekehrt. Dort bot sich uns allerdings ein wunderschoener Rundumausblick: Schneeberge, Gletscher, Seenlandschaften, Waelder…Wow! Nach 10 Stunden Wandern waren wir dann wirklich erschoepft und jeder Weg von unserer Kochstelle zum Zelt hat geschmerzt (ca.1m).







Nach 10 Std. wandern ist jeder Weg zu lang...
Morgens um sieben ging es an unserem letzten Tag im Nationalpark wieder los, Sachen packen und drei Stunden bis zum naechsten Refugio. Auch dieser Weg war wieder ganz anders und wir hatten eine tolle Aussicht. Im Refugio angekommen, war ich ziemlich froh endlich da zu sein und meine Beine wollten erstmal keinen Schritt mehr machen. Dort haben wir dann ein bisschen verschnauft und dann den Katamaran ueber einen See auf die andere Seite genommen. Der See ist knallblau und wieder gab es hohe Berge zu bestaunen. Wieder auf festem Boden angekommen, sind wir dann gleich in den Bus zurueck nach Puerto Natales gehuepft. Ein bisschen enttaeuscht war ich dann schon, dass wir es nicht mehr geschafft haben den Glacier Grey zu bestaunen, der auch im Park ist, aber nach 7Std. wandern am ersten, 10Std. wandern am zweiten Tag und 3Std. am dritten Tag sagten meine Beine und Knoechel adé! Da war es dann besser aufzuhoeren.

geschafft...

...muede und gluecklich
Es war ein toller Trip, aber wir waren dann auch echt wieder froh, als wir in unserem gemuetlichen Bett im Hostel lagen und vorher noch einen grossen Teller Brokolli-Nudeln verdrueckt haben!

Heute haben wir dann erstmal ausgeschlafen. Herrlich! Gleich geht es dann mit dem Flieger wieder nach Valparaiso…auf eine tolle Silvesterfete! Wir wuenschen euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
P.S. Der Flug war toll: 2mal Essen und tolle Aussicht. Aber der Flughafen glich einer Holzhuette…

Vom Flugzeug aus